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Sarrazins Thesen: Hass gegen Schwächere

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sarrazin-4-a-dpaHass gegen "Bildungsferne" und sozial Schwache sieht  Professor Andreas Zick in den Thesen von Thilo Sarrazin und seinen Anhängern. Das erklärte er in einem Interview mit Ursula Rüssmann.

Soziale Normen, wie die, dass alle Menschen gleich viel wert seien, gälten in dieser Diskussion nicht mehr.
Menschen würden nicht mehr als gleichwertige Menschen gesehen, sondern mehr und mehr nach Nützlichkeitskriterien beurteilt. Ähnlich habe auch schon der FDP-Vorsitzende Westerwelle argumentiert, wenngleich nicht so biologistisch wie das nun Sarrazin tue. Insbesondere bei der Polemik gegen Hartz-IV-Empfänger werde dies deutlich, so der Sozialforscher.
Zick spricht im Zusammenhang mit Sarrazins Thesen von "vulgärem Sozialdarwinismus". "Er sortiert Menschhen nach Gruppen und bewertet diese nach ökonomischer Nützlichkeit", führt der Bielefelder Sozialforscher aus.

Mit seinen Thesen bediene Sarrazin ein "rechtspopulistisches Potenzial, das 25 bis 30 Prozent der Bevölkerung umfasst. Zuspruch findet er mit einzelnen Thesen aber bei bis zu 50 Prozent." So habe jeder zweite Befragte bei entsprechenden Studien erklärt, wir hätten zu viele Zuwanderer, erläutert der Bielefelder Professor.

Thilo-Sarrazin-Bundesbank-Ende-Kndigung-250x250In Bezug auf die Finanzkrise stellt Professor Zick fest, dass insbesondere "ökonomisch schlechter gestellte Gruppen und auch verunsicherte Mittelschichtsangehörige eher zu Fremdenfeindlichkeit neigen". Dabei werde die Frustration nicht individuell empfunden, sondern kollektiv nach dem Motto: "Wir müssen die Zeche bezahlen, nicht die anderen."
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 15. September 2010 um 16:04 Uhr  

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Auf die Begräbnishalle des Neuen Jüdischen Friedhofes in Dresden ist laut Medienberichten ein Brandanschlag verübt worden. Unbekannte Täter zündeten am Morgen des 29. August 2010 die Eingangstür an, wie das Landeskriminalamt Sachsen und die Staatsanwaltschaft Dresden mitteilten. Eine Frau bemerkte den Schwelbrand und informierte Polizei und Feuerwehr. Das Feuer an der Tür konnte gelöscht werden, weitere Schäden an der einstigen Synagoge in Johannstadt konnten verhindert werden. Eine Sonderkommission des Landeskriminalamtes Sachsen ermittelt wegen schwerer Brandstiftung. Der Schaden an der Tür und dem Gebäude beläuft sich den Angaben zufolge auf mindestens 5000 Euro.

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