Antifaschismus 2.0

Verschwörungstheorien und Faschismus im Web 2.0

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Funk, Michael

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Michael Funk ist ein Aktivist der Apoldaer Naziszene. In Rostock geboren, absolvierte er im Jahre 2005 sein Abitur an der „Bergschule“ Apolda und begann anschließend ein Studium zum Mediengestalter an der Bauhaus-Universität in Weimar. Dieses brach er jedoch ebenso wie ein Jurastudium bald wieder ab. Sein Vater ist als Leiter einer weiterführenden Schule in Leipzig ein angesehener Bürger der thüringischen Kleinstadt. [1]

Funk meldete Kundgebungen der NPD und deren Jugendorganisation, den „Jungen Nationaldemokraten“ an. Jedoch trat er auch in Verbindung mit „freien Kräften“ auf. Als wahrscheinlich gelten führende Mitgliedschaften in: der „Kamderadschaft Apolda“, der „Braune Aktionsfront Sektion Apolda“, der „AN/AP Autonomen Nationalisten Apolda“ und der "NSST Apolda". Es wird eine weitgehende Personalunion dieser in Apolda agierenden Organisationen angenommen.[2]
Michael Funk unterhält Kontakte zur Neonaziszene in Rostock. Nicht zufällig weisen  Flugblätter der "Kameradschaft Apolda" im V.i.S.d.P. einen Thoralf Hammer in Rostock auf.

Aktivitäten
Durch politische Aktion trat Michael Funk alias „Swastika_Ap“ [3] erstmal am 18. März 2006 in Erscheinung. Er war Anmelder einer Kundgebung der "Jungen Nationaldemokraten" unter dem Motto „Deutschland schütze deine Kinder“. [4] Wenige Monate später überfiel er an der Spitze einer Gruppe von 25 Neonazis eine Informationsveranstaltung zum Thema „Rechtsextremismus“. In letzter Sekunde schafften es die InitiatorInnen der „Antifaschistischen Gruppe Apolda“ die Tür zu schließen. Wie sich nach den Ereignissen herausstellte, versteckten die „Kameraden“ zahlreiche Waffen in nahe gelegenen Büschen. [5] Im November des selben Jahres stürmte er mehrfach mit einer vermummten Nazibande in Richtung einer Kundgebung zum Gedenken an die Novemberpogrome. [6] Etwa einen Monat später attackierte er Besucher einer Konzertveranstaltung des Jugendhauses „Logo“ in Apolda.
Diese Verstrickungen aus politischer Arbeit und Gewalt ziehen sich durch die gesamte „politische Laufbahn“ des Apoldaer Nazi-Kaders. Im Juni 2007 meldete er ein NPD Familienfest in Apolda an. [7] Nur einen Monat später fungierte er im Rahmen der „NPD-Mitgliederkampagne“ als Anmelder eines Informationsstandes in der Apoldaer Fußgängerzone. [8] Am selben Wochenende wandelte sich die Rolle des nationalsozialistischen Agitators wieder zum brutalen Schläger, als dieser ein im „Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimarer Land“ engagiertes junges Mädchen auf dem Stadtfest bedrohte und es, umringt von zahlreichen Rechtsextremisten, zu Boden warf. Die Betroffene erstattete Anzeige. Ebenfalls im Jahr 2007 ereignete sich in einer Kleingartenanlage Apoldas ein gewaltsamer Zwischenfall: Funk bestahl einen Gleichaltrigen und schlug ihn anschließend nieder.

Vorstrafen
Während der genannten Aktivitäten liefen bereits Ermittlungen gegen Funk. Ein zirka zwei Jahre zurückliegender Übergriff auf Migranten in Apolda kam am 10.10.2007 vor dem Amtsgericht Weimar zur Verhandlung. Neben gefährlicher Körperverletzung floss auch das „Verwenden verfassungsfeindlicher Symbole“ in den Tatbestand ein. Der Angeklagte Michael Funk schlug am Rande des Zwiebelmarktes 2005 gemeinsam mit zehn weiteren „Kameraden“ auf fünf Migranten ein - für zwei endete der Tag mit schweren Kopfverletzungen im Krankenhaus. Die einjährige Freiheitsstrafe wurde vom Richter auf eine drei jährige Bewährung ausgelegt. [9]

[1] Vgl. Indymedia: http://de.indymedia.org/2007/03/170304.shtml, Gewalt und Terror – Neonazis in Apolda, 07.03.07
[2] Vgl. AGAP:
http://www.agap.antifa.net/index.php?option=com_content&task=blogcategory&id=30&Itemid=43, Die Kameradschaft Apolda, 04.11.07
[3] Swastika –bezeichnet in der klassisch indischen Sprache „Sanskrit“ das Hakenkreuz. Michael Funk meldete sich mit diesem Namen in Foren wie dem „Freien Widerstand“ an.
[4] Vgl. Indymedia: http://de.indymedia.org/2006/03/141984.shtml, JN-Kundgebung in Apolda, 23.03.06
[5] Vgl. Indymedia: http://de.indymedia.org/2006/07/153117.shtml, Hegemonie von rechts, 24.07.06
[6] Vgl. AGAP:
http://www.agap.antifa.net/index.php?option=com_content&task=view&id=71&Itemid=41, Gewaltaufruf der Apoldaer Nazis zum Gedenktag der Novemberpogrome, 16.11.06
[7] Vgl. Indymedia: http://de.indymedia.org/2007/05/178515.shtml, Der Trazm ist aus – keine Hüpfburgen für Nazis, 25.05.07
[8] Vgl. Indymedia: http://de.indymedia.org/2007/06/185302.shtml, Scheint die Sonne auch für Nazis?, 17.06.07
[9] Vgl. Thüringer Allgemeine Zeitung - Lokalredaktion Apolda, Apoldaer aus der rechten Szene vor Gericht, 11.10.2007
 

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