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Start Neuigkeiten Mehr linke Gewalttaten als rechte in 2009?
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Die Zahl linker Gewalttaten sei in 2009 fast doppelt so hoch gewesen wie die Zahl rechter Gewalttaten und damit erstmals höher als die der Rechten. Das wurde vor einigen Wochen gemeldet.

Inzwischen liegen detaillierte Zahlen vor.


In einem Bericht des Bundesministeriums des Inneren wird die Zahl rechtsextremistischer Gewalttaten 2009 auf 959 und die linksextremistisch motivierter Täter auf 1.822 beziffert.
Bei den gegen Leib und Leben von Menschen gerichtete Straftaten schmilzt der Abstand dann aber doch ganz erheblich: Hier sind es noch 849 linksextremistische Körperverletzungen und 800 rechtsextremistische. In den 800 Gewalttaten gegen Menschen sind bei den Rechtsextremisten auch Todesfälle - also Mord - enthalten. Nicht angegeben ist in der Pressemitteilung des Innenministeriums allerdings die Zahl der durch Rechtsextremisten zu Tode gekommenen Menschen.
Das Ministerium führt weiter aus, dass es sich bei rund der Hälfte der Fälle bei Linksextremisten um Angriffe auf Polizisten handelt, also um Zwischenfälle, Rangeleien und Übergriffe bei Demonstrationen. Dies erklärt dann auch diese enorm hohe Zahl. Bei den übrigen fast 1000 Gewalttaten der Linken handle es sich überwiegend um Landfriedensbruch. Ebenso sind in dieser Zahl auch die den Linken zugeschriebenen Brandstiftungen an Autos vor allem in Berlin und Hamburg enthalten.

796 Menschen wurden Opfer linksextremistischer Übergriffe und 975 Menschen wurden durch Rechtsextremisten verletzt oder getötet. Laut "Mut gegen rechte Gewalt" wurde 2009  mindestens eine Person aus rechtsextremistischen Motiven getötet. Weitere Fälle befinden sich allerdings noch in der Prüfung.

 

 

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 02. Mai 2010 um 17:17 Uhr  

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Der Mannheimer Stützpunkt des Beratungsnetzwerkes gegen Rechtsextremismus beginnt im Januar 2010 mit seiner Arbeit. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten bei rechtsextremen Vorfällen Betroffene sowie Bürgerinnen und Bürger, die sich gegen rechts engagieren wollen. Solche Vorfälle können beispielsweise rechtsextreme Propaganda an Schulen, Schmierereien im Stadtteil, rassistische Pöbeleien im Betrieb, Übergriffe oder Aufmärsche von Nazis in der Stadt sein.

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