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Massaker von Srebrenica war kein Massaker?

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Zu dem Artikel in der Jungen Welt "Für ein paar Euro mehr"
habe ich folgenden Leserbrief geschrieben:
Die deutsche Linke sollte sich fragen, wo sie steht.
Stehen wir in der Tradition des Stalinismus, der die Splitter in den Augen der anderen sieht, ohne sich um den Balken im eigenen Auge zu kümmern? Oder stehen wir in der Tradition des Humanismus, des Kampfes für eine humanere, gerechtere, bessere, sozialistische Welt, in der Verbrechen als Verbrechen benannt werden, egal wer sie begeht?

Das Massaker von Srebrenica war ein Verbrechen! Und es ist ebenso zu verurteilen, wie die Verbrechen der USA von My Lai über Kuweit, Jugoslawien, Irak und noch weiter.

Wenn wir als Linke in unserem Eintreten für humanistische und sozialistische Ziele ernst genommen werden wollen, kann es nicht angehen, dass Mitglieder des Vorstandes einer linken Organisation, wie der Arbeiterfotografie, bei einer Veranstaltung der Linken Medienakademie dieses Massaker als "angebliches" Massaker schön reden und die Opferzahl herunterrechnen. (vgl. hier) Ebenso ist ein Beitrag wie dieser in einer linken Zeitung schlicht entsetzlich.

Wenngleich der Holocaust der Nazis mit nichts vergleichbar und einzigartig ist, so erinnert mich dieses Leugnen und Herunterrechnen aber doch auch an die Zahlenspielereien der Holocaustleugner.

Nein. Wir müssen den Mut haben, wie ihn jetzt das serbische Parlament - wenn auch mühsam - aufgebracht hat, auch die eigene Geschichte aufzuarbeiten und zu den Fehlern zu stehen.
Verbrechen müssen Verbrechen genannt werden. Wenn Tausende Menschen massakriert werden, dann muss das auch als Massaker bezeichnet werden. Es darf nicht der Versuch der Aufrechnung mit Verbrechen anderer unternommen werden. Sondern die Verbrechen der anderen müssen genauso benannt und genau so verurteilt werden.
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 01. April 2010 um 12:03 Uhr  

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